Deutsche Rechtschreibung

Unter der deutschen Rechtschreibung versteht man zum einen die deutsche Orthografie,im weiteren Sinne aber auch das Regelwerk, welches die deutsche Orthografie einheitlich normiert. Die Ursprünge der deutschen Rechtschreibung gehen bis ins Jahr 1901 zurück. In diesem Jahr fand in Berlin die Orthografische Konferenz statt, in der zum ersten mal Regeln zur Vereinheitlichung der deutschen Rechtschreibung aufgestellt wurden. Diese Regeln wurden nach und nach auch von den restlichen deutschsprachigen Ländern wie Österreich und der Schweiz übernommen.

Besonders im letzten Jahrzehnt wurde die deutsche Rechtschreibung mehreren Reformen unterworfen, bei denen teils fundamentale Regeln der Groß- und Klein-, sowie Zusammenschreibung geändert wurden. Die letzte, und wohl bis auf weiteres letzte, dieser Reformen wurde 2006 verabschiedet. Viele der neu etablierten Regeln wurden jedoch aufgeweicht, so dass auch andere Variante aus vorangegangenen Reformen, bis auf wenige Ausnahmen, immer noch ihre Gültigkeit behalten haben und im Duden auch als solche markiert werden. Die neue, auch reformierte Rechtschreibung genannt findet unter der breiten Bevölkerung, allgemeinen Umfragen zufolge, keinen Anklang. Auch renommierte Literaten wie Günther Grass, Hans Magnus Enzensberger und Patrick Süßkind erklärten schriftlich, sich trotz Reform auch weiterhin bei der Veröffentlichung ihrer Werke auf die ursprüngliche Orthografie zu bestehen.

Die im Regelwerk befindlichen Vorgaben beziehen sich auf Groß- und Kleinschreibung, Laut-Buchstaben-Zuordnung, Zeichensetzung und auf die Worttrennung am Zeilenende in der deutschen Sprache.